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  • AutorenbildJamin Deutscher

Breakthrough – Neues in Anbruch

Aktualisiert: 30. Nov. 2022

Unsere Vorbereitungszeit neigt sich dem Ende zu. Einiges hat sich getan und wir schwanken zwischen Freude über die Erfolge im Prozess, Müdigkeit im winterlichen Alltag und Anspannung hinsichtlich unserer baldigen Abreise. Betreffend drei Aspekten möchten wir in diesem Blogpost Einblick geben, wie wir momentan (November 2022) Aufbruch, Umbruch und Anbruch erleben.



Persönlich gefordert und bewegt

Visum – wir dürfen gehen


Monate lang haben wir uns für den Visum-Termin auf der Botschaft in Bern vorbereitet. Mit drei Kleinkindern frühmorgens in die Hauptstadt aufzubrechen, gibt eine morgentliche Brise von 'Leben am Limit'. Das Parkhaus unmittelbar bei der U.S. Embassy war überraschenderweise geschlossen, so durften wir weit weg parkieren und wie die Wilden mit den Kindern in den Armen durch Bern sprinten. Durch das einstündige Anstehen in der Schlange vor der Botschaft verflog das ungute Gefühl der Verspätung. Die Leute in der Warteschlange wirkten wie Business-, Studien- oder Luxusreisende. Wir mittendrin versprühten 'Abenteuer Leben'.

Als wir durch die Sicherheitskontrolle à la Flughafen zu den Interview-Schaltern im Innern des Gebäudes kamen, rief uns eine Familie zu, dass wir mit Kindern alle überholen dürften – 'Jackpot'. Dankend, stiessen wir vor an die Spitze der sehr langen Warteschlange mit den Worten "They told us to skip the line". Die Kinder lockerten die beiden Gespräche mit den Konsulats-Beamten extrem auf – keine kritischen Fragen zu Finanzen oder Reiseplänen. Die Bemerkung des zweiten Beamten "Visas are granted" (Visa sind gewährt) ging beinahe im Kindertrubel unter. Überrascht und glücklich verliessen wir die Botschaft.

Was wir nicht wussten, dass die Visa ab sofort gültig sind. Das heisst, unser 1-Jahres Visum läuft im November 2023 aus – das war überraschend. Folglich werden wir im November und Dezember '23 Heimaturlaub machen.



Unser Projekt – The Restoration Home


Als wir im Jahr 2020 in Kailua-Kona, Big Island Hawai'i, das Ehepaar Jensen und ihr Ministry Compassion Ablaze von YWAM Kona besuchten, erhielten wir Einblick in ihre Arbeit vor Ort. Im Fokus dabei stand die Unterstützung der Menschen vor Ort – einerseits durch konkrete Dienstleistungen, wie die Unterstützung bei der Betreuung von Kindern in der Schule, Räumung und Säuberung von kirchlichen Gebäuden oder Häuser von Familien in Not, Sonntagsschule, Schwangerschaftszentrum, Sammelstelle für die Abgabe von Kinderkleidern ect., Mitarbeit NGO Kona Kids Outreach und anderseits unterrichteten sie wöchentlich in der Jüngerschaftsschule (DTS) zum Thema Kinder in Not. Alles ausgerichtet auf die Unterstützungsarbeit der lokalen Kinder, Jugendlichen und Familien in Not.


Schon seit fünf Jahren beten YWAM Kona, Ministry Compassion Ablaze und ihre Leitenden Josh und Melissa Jensen über einem Haus in der Nachbarschaft um dort ein Schutzhaus zu eröffnen. Besonders schutzbedürftig scheinen alleinstehende Mütter und ihre Kinder. Nun endlich wurde das Haus ausgeschrieben. Die Leitung von YWAM Kona betete darüber und boten mit. Durch ein Wunder erhielten sie den Zuschlag und die 426'000 Dollar für den Kauf des Gebäudes kamen zusammen. Wir durften den Prozess eng miterleben. Es ist ein Durchbruch und ermöglicht mehr lokale Unterstützung von Familien, Kindern und Jugendlichen in Not. Lange wussten wir nicht, wo wir uns konkret an einem Projekt in der Local Community beteiligen können, doch nun scheint sich ein Weg zu bahnen. Die Familie Jensen, die Base von YWAM Kona rechnet mit einem Aufbruch für Januar 2023 und wir können mitdabei sein.



Ein Auto – der dritte grosse Schritt


Die Flüge sind gebucht, die Visas bewilligt und für die Unterkunft bekommen wir Ende Dezember bescheid. Ein Projekt in welches wir investieren möchten, haben wir jetzt auch schon ins Auge gefasst. Big Island, die Insel mit dem grössten Berg der Welt, ist klein aber eine Auto-Insel. Der Verkehr ist amerikanisch geprägt, es gibt kein ausgebautes ÖV-Netz und ist nicht auf Fussgänger und Fahrräder ausgelegt. Wir brauchen also ein Auto fürs Projekt, Einkauf, Ausflüge ect. und zumal wir noch keine Unterkunft zugesicherte haben, schenkt dies Flexibilität. Ein Freund von Kona empfahl uns die interne Plattform Workplace, ist wie Facebook für eine Organisation. Wie immer verlassen auf Ende Jahr einige die Insel, ein guter Moment für ein Auto-Kauf. Regelmässig checkten wir, ob ein Auto angeboten wird. Wir brauchen fünf vollwertige Sitze das haben nur die wenigsten Fahrzeuge. Der Minivan war für 18'000 Dollar einfach zu teuer und der grosse Ford schon vergeben. Glücklicherweise schrieb mir der Besitzer des Fords ein paar Tage später, dass der Interessent für sein Fahrzeug nicht aufgetaucht ist. Wir prüften das Angebot. Nach einem langen Telefonat schlossen wir den Kauf ab. Es ist für uns ein Wunder: - der Verkäufer hat von sich aus den Preis auf 6'500.00 USD gesenkt. Umgerechnet gezahlt haben wir 6'193.25 CHF – das entspricht der im Vorfeld erhaltenen Spende von 6'200 CHF – unglaublich!

- acht Sitze, gibt Platz für alle

– eingelöst und gut unterhalten

- Fahrzeug von einem YWAM Staff, welcher selbst Familie hat

- sauber und mit Ledersitzen

– *SUV mit V6 Motor, juhu! (ist ein Detail und ich (Jamin) weiss, da bin ich eitel) Ich liebe 'starke' Autos – für mich eine besondere Freude

– das Auto kann auf der YWAM Base parkiert bleiben

Nun muss der Geldtransfer noch klappen. Die Absprachen bezüglich Versicherung, Halterwechsel, Strassenvorgaben sind aufwändig aber es scheint sich zu klären.



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